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Safe Motherhood – Müttergesundheit verbessern

Als junges Mädchen schon Mutter werden? Für uns schwer vorstellbar, in Kenia keine Seltenheit. 17 Prozent aller Mädchen haben Sex, bevor sie 15 Jahre alt sind und nur jedes vierte Mädchen verhütet dabei.

Die Auswirkungen sind verheerend. Da ihr Körper noch nicht reif genug ist, bedeuten Schwangerschaft und Geburt für viele Mädchen den Tod. Müttersterblichkeit ist in den Entwicklungsländern die häufigste Todesursache für Frauen im gebärfähigen Alter.

Die DSW startete deshalb in Zusammenarbeit mit zwei Krankenhäusern und einem langjährigen Partner im Februar 2010 das Projekt „Safe Motherhood“ in den Armutsgebieten um Nairobi und Mombasa. Unterschiedliche Maßnahmen sollen die Müttersterblichkeit reduzieren und die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Mädchen und jungen Müttern im Alter von 12-24 Jahren verbessern.
Fast die Hälfte der Einwohner Kenias ist jünger als 15 Jahre. Jährlich müssen ca. 13.000 Mädchen die Schule abbrechen, weil sie schwanger werden. Eine Kenianerin bekommt im Laufe ihres Lebens durchschnittlich fünf Kinder. Allerdings werden weniger als die Hälfte aller Geburten von professionellen Gesundheitsfachkräften betreut. Dementsprechend beträgt das Risiko für eine Frau in Kenia, bei einer Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, 1 zu 39.
Vor allem Jugendliche und junge Mütter aus Kenias Armutsgebieten sind von diesen Missständen betroffen. Fehlende Aufklärung, Armut, Zwangshochzeiten und frühe Schwangerschaften gefährden ihre Gesundheit erheblich. Sie suchen häufig erst dann ärztliche Hilfe auf, wenn Komplikationen bei der Schwangerschaft oder der Geburt auftreten – und es somit schon zu spät ist. Dafür müssen viele Schwangere oft kilometerlange Wege (nicht selten zu Fuß) zurücklegen, die ihre geschwächten Körper aber nicht mehr auf sich nehmen können. Tausende Mütter und ihre ungeborenen Kinder bezahlen diesen Missstand jährlich mit dem Leben. Dabei könnten viele dieser Todesfälle verhindert werden - durch Aufklärung, Zugang zu modernen Verhütungsmitteln und Familienplanungsdiensten sowie verbesserte lokale Schwangerschaftsfürsorge und Geburtenbetreuung.
Durch das DSW-Projekt „Safe Motherhood“ sollen sowohl das Angebot jugendgerechter Mütterfürsorge und Reproduktivgesundheit verbessert als auch die Nachfrage nach relevanten Gesundheitsdienstleistungen, Familienplanungsdiensten und Verhütungsmitteln gefördert werden. Die Projektmaßnahmen umfassen Schulungen und Weiterbildungsprogramme für Gesundheitspersonal, Aufklärungs- und Fürsprachekampagnen für Jugendliche und Gemeindemitglieder sowie die Stärkung der lokalen Versorgungs- und Überweisungssysteme und deren Anbindung an das zentrale Gesundheitswesen. Das Projekt soll insgesamt zwei Jahre laufen.
Die DSW leistet hiermit einen ganzheitlichen und nachhaltigen Beitrag zur Senkung der Müttersterblichkeit in Kenias Armutsvierteln.
DSW-Jahresbericht 2009
Jahresbericht 2009
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